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Namenkunde Kals - in aphabetischer Reihenfolge

Alle bearbeiteten und erhobenen Namen des Kalser Tales mit kurz gefasster Erläuterung. Die Gemeinde Kals am Großglockner gehört zu den namenkundlich bemerkenswertesten Regionen Österreichs: hier haben im Mittelalter Romanen, Slawen und Deutsche friedlich nebeneinander gerodet, gewirtschaftet und gelebt, was sich im Namenschatz des Kalser Tales noch heute deutlich zeigt, denn wir finden Namen romanischer, slawischer und deutscher Herkunft.

Der Name "Kals"

Der Name Kals (urkundlich 1197 de Calce, ca. 1244 erstmals Kals, 1252 Chalz, Chalts(e), Chalse, 1299 Chalt(e)s) ist wahrscheinlich auf (alt)slowenisch kalec ( Kot, Schlamm; Lache, Pfütze; Viehtränke’, im Slo­­wenischen kal ‘Kot in Pfützen; flache Vertiefung, in der sich Regenwasser ansammelt, Lache; Viehtränke’), oder vielleicht auch auf kaluža ‘(Kot-) Lache, Pfütze’ zurückzuführen. Man vergleiche damit heutige slowenische Siedlungsnamen wie Kalce, Kalše, Kališe und Kaluže. Der Name der Gemeinde kommt vom Namen des Kalser Tales, ursprünglich wohl ein Gegendname; der Kalser Bach fließt in seinem Mittelabschnitt in einem relativ ebenen Gebiet sehr ruhig dahin und sein Bett ist von Lachen und Pfützen begleitet, insbesondere im Frühjahr nach der Schneeschmelze und im Hochsommer nach ausgiebigen Regenfällen oder heftigen Gewittern.

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