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Kalser Namen mit "D" und "T"

  • Daba-, Daberklamm (I 38f., K 16): zu mundartlich Daber < slowenisch deber/daber ‘Klamm, Schlucht’.
  • Taballe (AHB).
  • Tabrig (AHB).
  • Tal (II 243f.), Oberes Tal (II*).
  • Talacker (AHB).
  • Talele (AHB) Diminutiv zu Tal.
  • Talen (I*) Plural zu vor.
  • Taler (die) (AHB) wie folg. (Waldstück NÖ vom Spöttling).
  • Talerneck (IV 613) zu mundartlich taller ‘Teller’ (als Geländeformation).
  • Talleitenspitz(e) (III*, K 17) zusammengesetzt aus Tal + Leite(n) (→ Schönleiten­spitze) + Spitz(e).
  • Tanzboden (III 443) im Volksglauben begründet.
  • Tanzlaube (I 40) im Volksglauben begründet.
  • Taschge (AHB).
  • Tauern (I 187, K 17) Es gibt – etymologisch und auch semantisch – zwei Tauern-Bezeichnungen: (der) Tauern I ‘Gebirge; Pass, für den Viehtrieb geeigneter Gebirgs­übergang’. Über einige Tauern genannte Bergübergänge führten von alters her wichtige Handelsrouten, auf denen mit Saumtieren und Schleifwagen Güter befördert wurden. Ursprüngliche Bedeutung ‘Berg’ (Substratwort, vorrömisch bzw. romanisch *taur- ‘Berg’), erst später ‘Pass’. Wenn auch in den Ostalpen besonders häufig, ist dieses Bergwort in ganz Südwesteuropa und im mediterranen Bereich bis nach Kleinasien verbreitet. Abseits vom Kernbereich kommt es in Österreich u.a. am Plansee bei Reutte, als Ober- und Untertauern bei Kitzbühel (beide Tirol) und in Bayern am Samerberg (1369 auf dem Tauern) vor. Ins Slowenische ist dieser Name als tur- gelangt, dieses ist jedoch nicht klar von Tauern II zu trennen. Das gemeinslawische Wort tur- ‘Bodenschwellung, ableitiger Hügel’liegtNamen wie Ossiacher Tauern, slowenisch Ture, sowie Turia-Wald, slowenisch Turje zugrunde, beide in Unterkärnten außerhalbdes „eigentlichen“ Tauerngebietes. Wie beide Tauern zusammenhängen ist schwierig zu entscheiden, wahrscheinlich haben die Alpenslawen das alpine Substratwort Tauern, das althochdeutsch Tûro gelautet hat, mit ihrem Wort tur- identifiziert. – Weitere Namen mit Tauern in Österreich Tauerntal (Tirol, Kärnten); Tei­ritz­berg (Niederösterreich), 1685 am Teüritz < *turica; Hohe Tauern (Tirol / Kärnten / Salzburg), Niedere Tauern (Kärnten / Salzburg / Steiermark) usw., Sammelbegriff für einen Teil der Zentralalpen. – Der Hofname Taurer ist wie unser Kalser Tauern der Wortbildung nach deutsch, ihm kann aber sowohl ein noch aus dem Romanischen überkommenes altes Toponym als auch eine bereits deutsche Benennung zugrunde liegen.
  • Tauernbach, -kees (AHB) → vor.
  • Tauernkogel (I 41) → vor.        
  • Taurer (I 188, IX 133, K 14) Lagename zu Tauern.
  • Taurer Alm/Anger/Feld/Hube/Wald (IV 614, I*, AHB) zu vor.
  • Taurerrotte (IV*, K 14) Ortsteil von Großdorf (→ -rotte).
  • Taxen (AHB) zu mundartlich Taxe ‘Zweig des Nadelholzes’.
  • Taxete (II 245f., K 16) Kollektivbildung zu vor.
  • Debantgrat (VII 906) zum Debanttal hin gelegen (der Name Debant beruht auf slawisch *děvina ‘Jungfrauenort’, urkundlich 1274 Dewin, auf ins Christentum übernommene alte Frauenkulte hindeutend).
  • Teischnitz(bach) (I 42, K 16 u. 18, AHB) Erstbeleg 1563 Deitschnitz, die wahrschein­lichste Deutung dieses Namens (auf der Anich-Karte Eischnitz) dürfte slawisch *dъždьnica etwa ‘Regenbach’ zu *dъždь  ‘Regen’, slowenisch dež, sein  (wie auch die Tüschnitz in Bayern).
  • Teischnitz (Äußere/Innere/Obere), Teischnitz Daber/Tal/Wiesen  (AHB).
  • Temelbressla (IV*) → Tembl u. Bresla.
  • Temelhöhe (IV*).        
  • Tembl (IX 134), auch Temel (I*) Diminutiv zum Personennamen Thomas.         
  • Tembler (IX 135) zu vor.
  • Tembler (IV 615) zu vor.
  • Tembler Alm/Gut/Hube (AHB).
  • Tembler Riesle [ríǝsle] (III 444) wohl kaum ‘kleine Riese (künstliche Gleitrinne) des vlg. → Tembl’ wegen der Aussprache, benachbart Feuer Rießle (s.d.), daher eher zu Rüssel, mundartlich riǝßl, doch in der Toponymie sehr selten.
  • Derferasoi (V 773, ARN, PL) zu romanisch *versaria ‘gegenüber liegend(er Teil)’ mit Agglutination des deutschen Artikels.
  • Teschgitz (VIII 951) wohl < frühslowenisch *tešćica ‘schwierig zu errei-chendes Grundstück’.
  • Teufelshorn (AHB) wie folg. (nördlich vom Großglockner).
  • Teufelskamp (I 42) im Volksglauben begründet (ursprünglich mitten im Gletschergebiet gelegen), -kamp alt und mundartlich für ‘Kamm’.
  • Dewale (IV 616) < romanisch de aquale ‘Wassergraben’.
  • Dikenbiter (IV 617) unklar.
  • Tinkenbressla (IV*) → Tinkl u. Bresla.
  • Tinkenebenalm (I 44) → Tinklebene.
  • Tinkenkendl (II*), -mahd (I*) , -wald (II 248), -winkel (II 247) wie vor.      
  • Tinkiner (IX 136) wie folgt.       
  • Tinkl (Berg-Tinkener) (IX 138) → Tinklebene.
  • Tinkl Acker/Gut/Haus/Hube/Wald/Wiese (AHB).
  • Tinklebene (K 16), mundartlich [tíŋkhǝn-ēbm], daher auch Tinkenebenalm, zum Hofnamen Tinkl (auch Berg-Tinkener in Glor-Berg), der wahrscheinlich ein Übername ist (zu althochdeutsch dunkōn ‘mit dem Kopf nicken’, bairisch tunken ‘einnicken, schlummern, dösen’), also ‘Alm des vlg. → Tinkl’; → Eben (Niggl-/Huter-/Tinkl-).       
  • Tischler (IX 139) Berufsbezeichnung.
  • Tischte (AHB) unklar.
  • Tischtemehllackle (VIII 952) unklar.
  • Dojach (VIII 953) unklar.
  • Tölder (V 772) d.i. mundartlich ‘Täler’.      
  • Tollinger † (IX 140) Herkunfts- bzw. Einwohnername zum Ortsnamen Dolling/Tolling.
  • Tomast (VIII 954) unklar (entweder zum Personennamen Thomas oder zu slowenisch domač ‘häuslich, (ein)heimisch’).
  • Dorfer Alm/Bach/Felder/See/Tal/Wald (I 45, IV*, K 12, AHB) nach Groß-dorf (→ Großdorf) so benannt.
  • Dorfer Waldweg (IV 618) wie vor.
  • Tor / Törl bezeichnet einen Übergang im Gebirge.
  • Tor (Vor dem) (AHB) wie vor.
  • Törlendroge (IV*) zu → Törl u. Drage.
  • Törlenwiese (IV*).
  • Drage (Droge) (VI 827, K 16) zu slowenisch draga ‘Schlucht, Wasserfurche’.
  • Dragele (AHB) wie vor.
  • Tramerkamp, -scharte (II*) zu mundartlich Tram(e) ʻbehauener Baumstamm, waagrechter Balken (bei Bauten)ʼ.      
  • Draschl † (IX 18) alte Berufsbezeichnung ‘Drechsler’.
  • Draschl Gut (AHB).
  • Dreifinger(er) (I*, AHB) Bergname, zwischen Kreuzwand- und Säulspitze.
  • Trenedot (IV 619) wohl romanisch trinitat- ‘Dreifaltigkeit’ (auf Grund der Volksfrömmigkeit).
  • Trenk (AHB).
  • Trieb (der) (I*).
  • Trifuiesbach (III 445) viell. < romanisch tres foveas ‘drei Gruben’.
  • Drillingschneid (IV*)
  • Tritsch (AHB) zu slowenisch drič(a), auch drč(a) ʻGlitschbahn, (die) Riese; Erdabrutschungʼ.
  • Tritschnitz (AHB) zu vor.
  • Trogalsbach (I 46, K 16) wie Drage.
  • Trog (Langer) (II 249) mundartlich ‘(mit Geröll gefülltes) Kar, Mulde’.
  • Trogals (AHB).
  • Droge → Drage.
  • Tröger (II 250, IV 620, V 774) Plural zu → Trog.
  • Trögergarten, -steig (AHB).
  • Trögl(e) (IV 621, AHB) Diminutiv zu → Trog.
  • Troie (AHB) romanisch (vorrömisch) *trogio- ‘Fußweg.         
  • Troier (AHB) zu vor.
  • Troier Garten (AHB).
  • Trojasíl (das) [štråjasī´l] (I 47) zu romanisch (vorrömisch) *trogio- ‘Fußweg, Steig’ + -aceu + -ellu.
  • Troplitz (AHB).
  • Drossen (AHB).
  • Tschabetwald (AHB).
  • Tschabl (III 446) eher zu romanisch campellu ‘kleines Feld’ als zu cappellum ‘Hut (auch Bergappellativ)’.
  • Tschabläun (III 447, K 16) < romanisch campellone von campus ‘Feld’.
  • Tschabläun (Hinter-/Unterer) (AHB).
  • Tschablonk (III 448, K 16) < romanisch campu longu ‘langes Feld’.
  • Tschadín (das) (I 48) zu romanisch catinus ‘Kessel, Napf’ (‘Kar’).
  • Tschadín(alm) (II 251f., K 16) wie vor.
  • Tschadinbachl (AHB).
  • Tschadinegangtal (IV 622) Kompositum aus vor. + mundartlich gång ‘Steig, Fußweg’ + Tal mundartlich (auch) ‘Vertiefung im Gelände’.
  • Tschadinhorn (II 252), Tschadinhörndl (I 48).
  • Tschadinepfohlalm (I 49, K 16) wie vor. + romanisch follis ‘Schlauch’ (im Sinne von ‘Schlucht’).
  • Tschadinsattel (II 252), -spitze (AHB).
  • Tschalla (AHB).
  • Tschamp (I 50, II 253, K 16) zu romanisch campus ‘Feld; (auch) Wiese, ebene Fläche’.
  • Tschamp (Oberer) (AHB).
  • Tschämp (II 256) wie vor.
  • Tschampatsch (AHB, PN) etwa ʻminderwertiges Feldʼ < romanisch *campu + pejoratives -aceu).
  • Tschampedel(-Alm), -wald (IV 623, AHB) wie Tschempedél.
  • Tschampedell (Äußerer/Innerer) (AHB).
  • Tschamper (III 449f.) wohl Plural zu → Tschamp.
  • Tschamperustal (AHB, PN, AUN) urkundlich 1667 ain Grundstuckh Schampa Ruschtal, 1669 Tschampp Rusta, schwierig, wohl < romanisch *campu + (ar)rugiale, Adjektivbildung zu lat. arrugia ʻStollenʼ, im Ladinischen und Furlanischen ʻAbzugskanal, Wasserrinneʼ, daher (etwa) ʻFeld bei oder mit einer Wasserrinneʼ.
  • Tschamperwiz (AHB, PN) urkundlich 1755 Tschampenizen, 1778 Ein Pergwiesen Tschamperwiz genannt, daher entweder zu romanisch campania ʻflaches Feld, Gefildeʼ, Wortbildung unklar (entweder romanisch *campaniacea oder campania +  slawisch -ica).
  • Tschampf (AHB, PN) umgeformtes romanisch campu (→ Tschamp-).     
  • Tschampgrab (II 254) wie vor. + romanisch *krapp- ‘Stein’.
  • Tschampl(e) (PN, AUN) Diminutivbildung zu rom. campu (→ Tschamp-), wahrscheinlich erst in deutscher Zeit.
  • Tschampod (AHB, PN) zu romanisch campu (→ Tschamp-), doch im Detail unklar.
  • Tschamstort (AHB, PN) wahrscheinlich < romanisch *campu extortu ʻgekrümmtes Feld, Krummackerʼ (semantisch ähnlich → Tschangorf).
  • Tschangerfer (IV 625) wie Tschangorf wohl zu romanisch campus ‘Feld’ + curvus ‘krumm’, etwa ‘Krummacker’, + deutscher Plural -er (→ Schangorf).
  • Tschangeronges (II 255) wohl romanisch campus ‘Feld’ + runca ‘Rodung’.
  • Tschangg (AHB).
  • Tschangorf (AHB, PN) wohl zu romanisch campus ‘Feld’ + curvus ‘krumm’, etwa ‘Krummacker’ (semantisch ähnlich → Tschamstort; → Schangorf).
  • Tschangorf (Mittlerer/Oberer/Unterer) (AHB).
  • Tschangorfl(AHB, PN) wie → Tschangorf mit deutscher Diminuierung.
  • Tschangrathal (AHB).
  • Tschapör (AHB).
  • Tschaprill (AHB).
  • Tscha(r)nitzen (V 775) zu slowenisch črnica ‘Heidel-, Schwarzbeere’.
  • Tscharnitzer (-en) Alm/Balfen/Bannwald/Eck/Wald/Wiesen (V 775, V*, AHB).     
  • Tschazlinz † (IX 141, AOK, PL) wohl auf romanisch *captialinu ‘Anger bei der Alphütte’ beruhender Hofname.
  • Tschempedél (III 451, K 16) < romanisch campitellu zu campus ‘Feld’.
  • Tschempeditze (IV 624, K 16) < romanisch campeticeu zu camps ‘Feld’.
  • Tschengl(e) (AHB) zu romanisch cingulum ‘Rasenband im Felsen; Fels-, Grasband’.
  • Tschenglkopf, -tal (I 51, AHB) zu vor.         
  • Tschenteloare (III 452) Kompositum  <  romanisch  cinctum ‘umgürtet’ bzw. ‘Bannwald’ + luparia (weiter zu lovara) ‘Wolfsgrube’.
  • Tscheruten (AHB).
  • Tschibenel (AHB).
  • Tschogosniz (AHB).
  • Tscholagwald (AHB).
  • Tscholosniz (AHB).
  • Tschosget (AHB).
  • Tschumpawitz (VII 907, AHB, AOK) Erstbeleg 1679 mit Sch- (Schumppaniz), daher wohl < frühslowenisch *sǫpovica ‘Geier­horst’ (zu sǫpъ ‘Geier’).
  • Tschumpetschegg (VII 908) wie vor. (+ Egg(e), → Eck).
  • Tümpfe (IV 626) Plural zu mundartlichTumpf (→ Pfaffentumpf).
  • Tür (VI 828), Türgraben (VI 829).
  • Turm (Unter die) (II 257).
  • Dürrenfeld, -scharte (AHB).
  • Tuwel (VIII 955) < romanisch tubus ‘Röhre’ + ellu (Motiv unklar).

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