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AUDIT - familienfreundliche Gemeinde

Gemeinden des Planungsverbandes 34 wollen kinder- und familienfreundlicher werden. Virgen, Prägraten, Matrei i. O., Kals am Großglockner, St. Johann und St. Jakob i. D. unterziehen sich einem Audit und streben innerhalb der nächsten drei Jahre das Zertifikat „Familienfreundliche Gemeinde“ an. Gleichzeitig soll die Beteiligung an einer UNICEF-Initiative die Kinderfreundlichkeit in den Kommunen erhöhen.

 

Kinder- und Familienfreundlichkeit in den Gemeinden prägt wesentlich die Lebensqualität und wird immer mehr zu einem Standortfaktor inbesondere im ländlichen Raum. Es gilt, sich den Herausforderungen des demografischen Wandels, wie sinkende Geburtenraten, Abwanderung und Veränderung der Altersstruktur, zu stellen. Die Verantwortlichen der Gemeinden sind sich bewusst: Attraktive Bedingungen für Familien sind ausschlaggebend für die zukünftige kommunale Entwicklung.

Der Prozess „Familienfreundliche Gemeinde“ soll eine bessere Nutzung und auch Weiterentwicklung der vorhandenen Angebote bringen. Gleichzeitig werden neue Ideen und Projekte forciert. In den einzelnen Gemeinden wurden dafür Arbeitsgruppen gebildet und Projektbeauftragte bestellt.

Bürgerinnen und Bürger aus allen Lebensphasen sind jetzt aufgerufen, sich mit kreativen Ideen einzubringen. Ob es sich dabei beispielsweise um Vorschläge zur Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes, Intensivierung der Jugendarbeit, generationsübergreifenden Aktivitäten oder Ausweitung von Beratungsangeboten handelt - alle Anregungen sind willkommen. Gemeinsam mit der Bevölkerung sollen spürbare Verbesserungen in den einzelnen Dörfern erzielt werden.

 „Mit der Teilnahme an der Zertifizierung zur Familienfreundliche Gemeinde möchten wir der Familienarbeit auf Gemeindeebende einen größeren Stellenwert geben. Wir werden uns zukünftig noch vermehrt für die Belange von Familien, Kindern, Jugendlichen und Älteren einsetzen.“ verspricht Virgens Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler. Als Obmann des Planungsverbandes 24 hat er auch die gemeinschaftliche Teilnahme von Verbandsgemeinden angeregt: „In vielen Bereichen, wie beispielsweise bei der Verbesserung der Kinder- und Altenbetreuung ist es sinnvoll und auch notwendig, dass mehrere Gemeinden an einem Strang ziehen. So ist ein langfristiger Mehrwert für die gesamte Region garantiert.“

Derzeit arbeiteten die Verantwortlichen an einer Istzustandserhebung in den Orten. Die Arbeitsgruppen befassen sich daraufhin eingehend mit den eingegangenen Ideen und Vorschlägen. Mit Unterstützung einer externen Prozessbegleitung werden bedarfsangepasste Lösungen ausgearbeitet und in weiterer Folge konkrete Ziele gesteckt. Nach erfolgreicher Realisierung von mindestens drei Maßnahmen innerhalb der nächsten drei Jahre, können sich die Gemeinden über das Zertifikat „Familien- und Kinderfreundliche Gemeinde“ freuen.  Diese Auszeichnung soll natürlich auch danach Ansporn sein, den vorhandenen Standard zu erhalten und das familienfreundliche Angebot laufend zu verbessern.

 

Bericht: Gemeinde Virgen

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